Klangausstellung in Gais: Bienen krabbeln durch den Schopf, der Bach rauscht durch den Synthesizer

Ab morgen tönen in Gais wieder die Holzhütten. In der Ausstellung «Klang-Moor-Schopfe» können die Besucher ein Bienenvolk belauschen und hören, wie der PH-Wert eines Baches klingt.
Roger Berhalter

Es knackt im Schopf. Der Boden vibriert, ebenso die Wände, weil mehrere verschraubte Lautsprecher das Holz zum Schwingen bringen. «Wir hören jetzt wie die Bienen», sagt der Klangkünstler Ludwig Berger. «Auch sie nehmen Vibrationen mit den Füssen wahr.» Das Knacken und ­Vibrieren stammt von Bienen, denn Berger belauscht gerade ein Bienenvolk.

Draussen auf der Wiese steht ein detailgetreues Minimodell des Schopfes. Ein Bienenhäuschen der anderen Art, das Berger mit Mikrofonen bestückt hat. Krabbeln die Bienen draussen über die Waben, knackt es drinnen im Schopf. Die Hütte wird zum Klangkörper, der Besucher wähnt sich mitten im Bienenstock. =>> mehr

Tagblatt.ch; 29. August 2019